Am Rande des kleines Dorfes Talais in malerischer Lage auf der Halbinsel zwischen der Gironde und der Atlantikküste des nördlichen Médoc gelegen, befindet sich das Château de Talais nur 6 km östlich des bekannten Seebades Soulac-sur-Mer. Das Château de Talais wurde im 18. Jahrhundert auf historischen Untergrund als Lustschloss und Sommerresidenz erbaut. Seine beiden kleinen Türme sind typisch für die Baukunst der damaligen Zeit.

Als die Römer in Aquitania ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. siedelten, bauten sie bereits Wein an und machten die Region Médoc interessant dafür. Bei Ausgrabungen wurden auf dem Chateaugelände römische Münzen und Tonscherben von Amphoren gefunden. Der erste Schlossbau war ein Holzchâteau und entstand im 11. Jahrhundert. Damals war Talais eine vorgelagerte Insel. Später wurde die Gegend um Talais auf Befehl von Napoleon mit Hilfe holländischer Spezialisten trockengelegt und fruchtbar gemacht. Die Böden erwiesen sich als bestens geeignet für den Weinanbau und erweiterten damit das bekannte Anbaugebiet Médoc.

Während der Französischen Revolution diente das Schloss vielen Adligen als Zufluchtsort, die über den Seeweg in Soulac-sur-Mer an Land gingen. Bis in die 30er Jahre wurde von den Schlossherren hier Wein angebaut. Doch während des 2. Weltkrieges wurde das Schloss von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt und als Standort-Kommandantur genutzt. Nach Kriegsende diente das Château einer adligen Familie aus Bordeaux als Sommerresidenz. Erst eine aufwändige Sanierung in den Jahren 1994 - 96 rettete das Schloss vor dem vollständigen Verfall. Mit großer Sorgfalt wurde der historische Zustand wiederhergestellt.

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